Utta Reich-Schottky

Hans Schottky

Stillen bei Erwerbstätigkeit

Auch bei Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ist Weiterstillen möglich und gesetzlich geschützt.

Gesetzliche Lage

  • Das Mutterschutzgesetz ( MuSchG) sieht in §7 vor, dass stillenden Müttern auf ihr Verlangen die zum Stillen erforderliche Zeit, mindestens zwei mal täglich eine halbe Stunde oder einmal eine Stunde, frei zu geben ist. Diese Zeiten dürfen nicht vor- und nachgearbeitet werden, es darf kein Verdienstausfall auftreten. Bei Bedarf kann die Aufsichtsbehörde nähere Bestimmungen treffen, auch bezüglich der Einrichtung von Stillräumen.
  • Sollte es Probleme wegen möglicher Gefährdungen am Arbeitsplatz geben, sieht die Mutterschutzarbeitsverordnung vor, dass zunächst der Arbeitgeber eine Einschätzung der Gefährdung vornehmen muss. Als erste Abhilfe soll er die Arbeitsbedingungen umgestalten. Die nächste Möglichkeit ist ein Arbeitplatzwechsel. Als letzte Möglichkeit besteht dann ein Beschäftigungsverbot.

Informationen für ArbeitgeberInnen

  • In dieser Checkliste finden Sie Anregungen für die Umsetzung des Rechts auf Stillzeiten nach dem MuSchG.
  • Hier ist ein Praxisbeispiel für einen betrieblichen Ablaufplan.

Informationsmaterial für Eltern und ArbeitgeberInnen

Stillberatung

Aktualisiert Januar 2014. Copyright Dr. Hans Schottky. Kontakt siehe Impressum